Erfahrungsgemäß spielt ein attraktives Futterangebot im Umfeld eine wesentliche Rolle, wenn die Vögel sich regelmäßig in einem bestimmten Bereich aufhalten. Häufig profitieren die Tauben von der Futterunterstützung für Singvögel und sammeln dort herumliegende Reste auf. Die günstige Erreichbarkeit solcher Flächen stellt eine indirekte Einladung dar und wird sofort genutzt. Ein Füttern ist nicht nötig, die Tauben haben ausreichend andere Nahrungsquellen und sind von Natur aus darauf ausgerichtet, sich selbst zu versorgen. Das natürlich vorhandene Futterangebot sorgt ganz von alleine für einen zahlenmäßig gesunden Bestand.
Was viele nicht wissen: Verwilderte Haustauben richten durch Kotverschmutzungen nicht nur wirtschaftliche Schäden an Gebäuden und Einrichtungen an, sie stellen bei massenhafter Vermehrung auch ein Hygieneproblem dar. Ganze Heerscharen von Einzellern, Wurmarten, Milben und Zecken finden im Umfeld dieser Vögel gute Lebensbedingungen. Aufgrund der geschilderten Begleiterscheinungen liegt es im allgemeinen Interesse, dass keine unnötige Bestandsvermehrung stattfindet.
Falsch verstandene Tierliebe führt dazu, dass den Tauben ein üppiges Nahrungsangebot zur Verfügung steht und ein deutliches Anwachsen der Population begünstigt wird. Wir appellieren daher abermals an die Bürgerinnen und Bürger eine entsprechende Sensibilität walten zu lassen und folgende Punkte zu beachten:
- Bitte keine verwilderten Haustauben füttern, weder auf Privatgrundstücken noch auf öffentlichen Flächen.
- Futter für andere Vögel bitte so auslegen, dass es von Tauben nicht erreicht werden kann.
- Wer beobachtet, dass jemand Tauben füttert, sollte diejenige Person ansprechen und entsprechend informieren.

